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SCOH-Vereinsgeschichte

(Langversion hier)                               SCOH 1902-2002 (PDF; 4MB!)

7 Freunde trafen sich auf dem Rohrwall (Helgoland). Gleiche Interessen brachten sie zusammen. Bei Gesang und Becherklang verlebten sie in Gemeinschaft frohe Stunden. Die Liebe zum Wassersport kam hinzu. Unter der Patenschaft des "Verein Berliner Segler" kam es dann am 1. Juni 1902 zur Gründungsversammlung. Aus einer Gruppe "wilder Segler" wurde der Segel-Club ,,0berhavel".Es waren die Kameraden: Rhoder, Lewark, Schuhmann, Thoms, Siemer, Quast und Abraham. Ein Clubgelände gab es nicht - die Boote lagen verteilt um den Tegeler See. Der erste gemeinsame Liegeplatz fand sich etwas später beim Bootsbauer Schulze. Mitgliederzuwachs zwang zu häufigem Umzug. "Kleiner Kaiser Pavillon" und gemietete Räume im Restaurant "Waldhütte" waren solche Stationen.

Das Anwerben und Aufnehmen neuer Mitglieder ging in diesen Zeiten recht unkompliziert und forsch vonstatten. In einem Brief unseres ehemaligen Kommodoren Ernst Retzlaff lesen wir: "Ich hatte mich mit Oberhavel-Kameraden angefreundet, ohne die Absicht, Mitglied zu werden. Doch man übergab mir Clubstander und Mützenschild und erklärte mich trotz Widerstand mit kräftigem Handschlag und dem nötigen Prösterchen zum ordentlichen Mitglied."

Im Dezember 1909 beantragte man die Eintragung in das Vereinsregister. Schon damals erklärte man, der Zweck des Vereins sei neben gemeinschaftlicher Pflege des Segelsports und der Geselligkeit, auf dem Gebiet des Segeln "die Entwicklung bester Leistungen zu fördern, insbesondere von Veranstaltungen und Beschickung von Regatten."

Eine Einladung zur "Herbstregatta des Segelklub Oberhavel" aus dem Jahr 1917 zeigt uns die frühe Regattatätigkeit im Segelclub Oberhavel.

Regatta1917.jpg (59249 Byte)

Nicht alle hatten sich der Rennsegelei verschrieben. Andere fanden große Freude am Wandersegeln. Es wurden viele Wasserwanderungen gemacht. An Fest- und Feiertagen fuhr man in die nähere Umgebung, man suchte als nächstes Revier die reizvolle Unterhavel auf mit Frühstück im Königsgräzer Garten. Einigen gefiel es dort so gut, daß sie ihre Boote den ganzen Sommer über an dem zurückgelassenen Steg des Kleinsegler Verbandes, der nach Weihmeisterhorn verzogen war, liegen ließen. Doch das Grundstück wurde an die Firma Siemens verkauft.Eine kritische Situation für die Filiale des SCOH an der Unterhavel. Man bemühte sich um verschiedene Grundstücke. Das Gelände des jetzigen Spandauer Yacht Clubs war darunter, Weihmeisterhorn wurde ins Auge gefaßt.

1922 gelang es dann, beim Forst- und Wasserbauamt einen fünfjährigen Pachtvertrag für das Grundstück neben dem Königsgräzer Garten zu bekommen. Bis heute ist das unser Heimathafen geblieben. Steg, Bollwerk und Clubhaus waren damals natürlich noch nicht vorhanden. Als Clubmittel für den Aufbau solcher Anlagen verwendet werden sollten, kam es natürlich zwischen der Tegeler Gruppe und der am Stößensee heimatlich gewordenen zu Meinungsverschiedenheiten.1928 einigte man sich auf einer Sitzung. Die Trennung wurde beschlossen. Mit 1 Stimme Mehrheit entschied man, mit Namen und Stander zum Stößensee umzuziehen. Die in Tegel verbliebene Gruppe gab sich den Namen "Segel-Club Malche".

SCOH1927.jpg (38539 Byte)

Bereits 1921 war der Club dem Deutschen Seglerbund beigetreten, um auch an Verbandswettfahrten teilnehmen zu können. Die Jugendarbeit stand im Vordergrund. Es gelang damals, die größte Jugendabteilung des Bundes aufzubauen. Viele namhafte Regattasegler sind aus ihr hervorgegangen.

Nach dem 2. Weltkrieg und dem Zusammenbruch fanden sich wieder Mitglieder , die das ,,0berhavelschiff" flott machten. Das beschlagnahmte Grundstück mußte von den Engländern freigegeben werden, rückständige Pacht wurde aus eigener Tasche bezahlt, und die Mitglieder wurden zusammengetrommelt.

Von alten und neuen Mitgliedern wurde dann in vielen freiwilligen Arbeitsstunden das massive Clubhaus gebaut. Es wurde ständig erweitert, und auch heute stehen neue Bauvorhaben ins Haus. Der Segelsport kommt dabei nicht zu kurz. Immer noch tragen Schiffe unseren Stander auf vielen deutschen und auch ausländischen Revieren. Auf Dreieckskursen und Hoher See.